Berlin Kopenhagen

Ein Reisetagebuch von Stefan Winiger mit Blacky

So wünsche ich mir in Luzern eine Markthalle

Filed under: Allgemein — berlinkopenhagen at 9:01 pm on Mittwoch, Oktober 8, 2014

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Genau so könnte ich es mir vorstellen oder wünsche ich mir eine Markthalle in Luzern und die hätte mit Garantie erfolg. Zudem würden wir in Luzern die nötige Frequenz wieder in der Stadt erreichen. Rund um diese Halle müsste Dienstag und Samstag der Markt platziert sein. Es sind alles Spezialitäten Stände. Schokolade, Tee, Kräuter, Öle, Süssigkeiten in der ersten Halle. Hier gönne ich mir bei Tante T einen Tee für achtundzwanzig Kronen. Vier Franken sechzig ist Ok. Kopenhagen ist auch nicht besonders günstig. Liebevoll in einem Glas mit Wärmetaster, ich nenn das stofflige Ding um das Glas, welches mir ermöglicht das heisse Teeglas zu halten, einfach mal so. Die nette Bedienung kannte auch keinen Namen. Der Laden läuft. Es ist Dienstag 10:30 und auch hinter mir bei Lauras Bakery sind die Sitzplätze ausgebucht. Vorwiegend dampft die Kaffeemaschine. Dazu geniessen die meist blonden Ladys in Adidas Schuhen ein kleines Gebäck und daneben parkieren sie eine Papiertüte mit dem eingekauften Brot. Vor mir bei Summerbird Choccolaterie wird ein Rudel junger Däninnen, selbstverständlich in blond, in Nike Schuhen und schwarzen Leggins, mit Schokolade gefüttert. Den Kundinnen von Morgen wird das Erlebnis geboten, welche mit einem kollektiven mmmmmhhh die Bestätigung von Qualität in die mittlerweile gut besuchten Halle kreischen.

Um Mittag verlasse ich mal die erste Halle und bewege mich in die Zweite. Im selben Grundriss präsentiert sich hier Fleisch, Fisch, Antipasti. Zwischen den zwei Hallen der grosse Gemüsestand im Aussenbereich. Man oder besser Frau kommt hier zum Lunchen. Hundertprozentig frisch und genüsslich. Fleisch und Fisch nur vom Feinsten. Bedeutend grösser ist der Anteil an Speisen zum direkten Verzehr. Sehr international ist das Angebot, jedoch gibt es auch die regionalen Smörebrots oder dann Tapes auf dänisch. Meine Entscheidung bei den beiden Italienern am Stand von Frisk Pasta & Vino zu halten war nicht abhängig von der Musik, welche aus der Theke strömte, sondern ganz einfach die beiden Jungs sprechen italienisch, machen vor Ort frische Pasta und servieren besten Wein dazu. Das Ganze authentisch italienisch. Die beiden haben aber garantiert ihr Handwerk von Nona gelernt. Das Chaos haben sie aus Italien importiert. Gesprochen wird italienisch oder im bestenfalls italoenglisch. Keiner hat hier dänisch bestellt und in der halben Stunde in welcher ich meine Pasta verspies sind unzählige Menüs auch „to go“ über die Theke gegangen. Zwischenzeitlich wurde Carbonara auf der schwarzen Schiefertafel gestrichen und durch Bolognese ersetzt. Die Polo steht auf einem grossen Pot, riecht bis zur Theke, und wird in Portionen auch frisch zum Verkauf angeboten. Neben mir le Petit. ein Franzose in schwarzer hochgezogen Schürze mit Perret. Spricht Französisch mit einem Teil der Kundschaft, serviert Weine und belegte Baguette. Alle kochen und servieren hier frisch und mit einem Lächeln, das zum noch einmal hierher kommen ruft.



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